"Das Licht der Seele" einmal musikalisch - Konzert der Bläserphilharmonie der Hochschule für Musik Würzburg mit besonderer Uraufführung

BDMV-Präsident Paul Lehrieder MdB

Komponist Yannik Helm

Würzburg. Im Rahmen des jährlichen Konzertes der Bläserphilharmonie der Hochschule für Musik Würzburg (HfM) fand am 7. April die Uraufführung des Stücks "Das Licht der Seele" von Yannik Helm statt. Das Werk ist Ergebnis eines Kompositionsauftrags, den die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV) in Kooperation mit der HfM und der GEMA-Stiftung anlässlich des Projektes "Composer in Residence" vergab.

Der Komponist des Werkes, Yannik Helm, studiert aktuell Schulmusik und Komposition an der Hochschule für Musik in Würzburg. Zu seinen Lehrern zählen Prof. Robert HP Platz, Martin und Willi Genßler, Ulrich Moormann und Rolf Rudin. Seine Kompositionen wurden bereits in Deutschland, England, Spanien und Australien aufgeführt. Dirigent der Uraufführung war Michael Geiger, der das Orchester gekonnt und sicher führte. Er studiert im 2012 gegründeten "Master für Blasorchesterleitung", der in Kooperation mit dem Nordbayerischen Musikbund (NBMB) an der HfM angeboten wird. Dozent ist Professor Ernst Oestreicher, der Bundesdirigent des NBMB und Vizepräsident der BDMV ist. Oestreicher ist Verantwortlicher des Projektes "Composer in Residence", dessen Ziel es ist, Werke in einer zeitgenössischen Tonsprache zu verfassen und diese für Laienorchester zugänglich zu machen. Mit dem auf Klang und innerer Ruhe in einem kurzen Ausbruch mündenden und zur Ruhe zurückfindenden Stück ist dies rundum gelungen.

Das jährlich stattfindende Konzert der Bläserphilharmonie der HfM gibt den Studierenden die Möglichkeit, anspruchsvolle Literatur und Klassiker der Sinfonischen Blasmusik mit einem hochkarätigen Orchester einzuüben und aufzuführen. Das Konzert fand in diesem Jahr als "Philharmonisches Doppel" in Kooperation mit dem Mainfrankentheater Würzburg im Rahmen der Festwoche der Hochschule zur 70-jährigen Wiederaufnahme des Lehrbetriebs nach dem Zweiten Weltkrieg statt.

Zur Eröffnung des Abends stellte der Präsident der BDMV und Bundestagsabgeordnete Paul Lehrieder in seiner Begrüßung das Projekt dem Publikum vor. Auf Anregung des Bundesmusikdirektors der BDMV, Heiko Schulze, und dank der finanziellen Unterstützung der GEMA-Stiftung konnte bereits am 8. Februar eine Kooperation mit der HfM unterzeichnet werden. Lehrieder dankte besonders dem Geschäftsführer der GEMA-Stiftung, Dr. Jürgen Brandhorst, für diese Initiative, die, so Lehrieder, kein Einzelfall bleiben, sondern der weitere Kompositionen folgen sollen. Dank sprach Lehrieder zudem dem Präsidenten der HfM, Prof. Dr. Bernd Clausen, und der Kanzlerin, Dr. Eva Stumpf-Wirths, für die gute Zusammenarbeit aus und äußerte den Wunsch, dass daraus weitere Impulse für die Annäherung der Hochschule und der Musikverbände entstehen.

Musikalisch eröffnet wurde das Konzert mit einer Bearbeitung von Richard Strauss' Werk "Feierlicher Einzug der Ritter des Johanniterordens" gefolgt von der "Ouvertüre für Harmoniemusik" von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Ein eher selten gespieltes Werk des ehemaligen Präsidenten der HfM und Kompositionsprofessors Bertold Hummel stand ebenfalls auf dem Programm. Mit der "Oregonsinfonie" präsentierte das Hochschulblasorchester sein hohes spielerisches Niveau. Ein besonderes Highlight war das Posaunenkonzert des Engländers Philip Sparke, bei dem Prof. Andreas Kraft brillierte.

Die Komposition
Die Komposition versucht die Atmosphäre der abstrakten Vorstellung einer "leuchtenden Seele" einzufangen. Dieses Bild bezieht sich dabei auf die Fähigkeit weniger Menschen, die es nur mit ihrer (An)Wesenheit schaffen, augenblicklich Sympathie und Freude bei anderen Menschen zu erzeugen. Die ein gewisses "Licht" im übertragenen (nicht esoterischen) Sinn ausstrahlen. Das Werk beginnt dabei mit ruhigen "sphärischen" Klängen im Schlagwerk und steigert sich nach und nach zu einer Art Choral, der in der Mitte "aufstrahlt", ehe es am Ende wieder zu seinem Ausgangspunkt zurückfindet. Die Hauptidee besteht dabei aus einem siebentönigen Motiv, aus dem sich das ganze Stück zusammensetzt. "Das Licht der Seele" ist zugleich eine klingende Hommage an den Komponisten Rolf Rudin und eine ideelle an einen guten Freund des Komponisten, Jonas Vogel, der auch Impuls- und Ideengeber hierfür war.

Ernst Oestreicher,
Vizepräsident der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände


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