Bildungszentrum der deutschen Spielleutemusik in Bad Fredeburg geplant - Absichtserklärung jetzt im Musikbildungszentrum Südwestfalen unterzeichnet

Gemeinsames Ziel ist ein Bildungszentrum der deutschen Spielleutemusik: (von links) Bundesmusikdirektor Ralf Subat, Landrat Dr. Karl Schneider, Vize-präsident Kay Prieß und Bürgermeister Bernhard Halbe

Der Vizepräsident der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. (BDMV), Kay Prieß, Bundesmusikdirektor Ralf Subat, der Landrat des Hochsauerlandkreises, Dr. Karl Schneider, und der Bürgermeister der Stadt Schmallenberg, Bernhard Halbe, haben jetzt die Absicht erklärt, ein Bildungszentrum Spielleutemusik im Musikbildungszentrum Südwestfalen in Bad Fredeburg einzurichten.

Bundesmusikdirektor Ralf Subat (Harsefeld) betonte die Notwendigkeit, ein Zentrum für die deutsche Spielleutemusik mit etwa 4.000 Vereinen einzurichten. Ziel ist die Verbesserung der Qualität der Spielleutemusik in Deutschland. In Bad Fredeburg sind künftig Lehrgänge von bundesweiter Bedeutung geplant. "Selbstverständlich finden weiterhin die Schulungen mit Breitenwirkung auf Kreis- und Landesebene statt", so Subat. Im Bildungszentrum Spielleutemusik sind Module des B-Lehrgangs als Angebot für herausragende Musikerinnen und Musiker, die die vorangehende D- und C-Lehrgänge erfolgreich absolviert haben, denkbar. Auch Probenphasen des Bundesnaturtonorchesters sind eine Option. Weitere Ideen sind die Weiterentwicklung von Wertungs- und Beratungsspielen, die Qualifizierung von Berufsmusikerinnen und -musikern für das Spielleutewesen und die Weiterentwicklung der Musik in der Bewegung.

Landrat Dr. Karl Schneider stellte die musikalische Vielfalt in Südwestfalen mit seinen vielen Blasorchestern, Spielmanns- und Fanfarenzügen heraus. Der Hochsauerlandkreis selbst ist Träger der landesweit größten Kreismusikschule mit aktuell mehr als 5.000 Schülerinnen und Schülern. Er verwies auch auf den Sauerland-Herbst, das größte Brass Band-Festival der Welt.

Bürgermeister Bernhard Halbe erinnerte zunächst an das Landesmusikfest, das der Volksmusikerbund NRW im vergangenen Jahr mit einer großen Resonanz in Schmallenberg durchgeführt hat. Dann stellte er das Musikbildungszentrum Südwestfalen vor, das die Stadt Schmallenberg mit Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen und den Hochsauerlandkreis errichtet hat. Es bietet hervorragende Probenmöglichkeiten.

Um die Zusammenarbeit zu erproben und Erfahrungen für eine langfristige Kooperation auszuloten, sollen in den beiden nächsten Winterhalbjahren jeweils zwei bis vier Projekte auf Basis der Vereinbarung durchgeführt werden. Dabei werden die Bundesvereinigung und das Musikbildungszentrum jeweils ihre Fachkompetenz einbringen. Die Zusammenarbeit mit anderen Partnern wie beispielsweise der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen und der Landesmusikakademie Nordrhein-Westfalen in Heek ist dabei selbstverständlich.

Für die praktische Arbeit zur Planung erster gemeinsamer Projekte steht für den Fachbereichsvorstand der BDMV der stellvertretende Bundesmusikdirektor Frank Bott (Neuenrade) als Ansprechpartner zur Verfügung.

Nach Beendigung der Pilotphase, spätestens im Frühjahr 2021, werden die Partner eine Bewertung der Zusammenarbeit vornehmen.

Landrat Dr. Schneider zeigte sich mit den anwesenden Vertretern des Fachbereichs Spielleutemusik der BDMV optimistisch, dass hier eine Zusammenarbeit entsteht, die für beide Seiten gewinnbringend sein wird.


Zur Info:
Die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. (BDMV) mit Sitz in Stuttgart ist die Dachorganisation von 18.000 Ensembles der Blas- und Spielleutemusik in ca. 11.000 Mitgliedsvereinen, die sich in 22 Landes- und Fachverbänden zusammengeschlossen haben.
Insgesamt gibt es etwa 4.000 Spielmannszüge in Deutschland, davon etwa 800 Vereine in Nordrhein-Westfalen. Einen musikalischen Schwerpunkt bildet dabei Südwestfalen (mit den Kreisen Soest, Hochsauerland, Mark, Olpe und Siegen-Wittgenstein).

Das Musikbildungszentrum Südwestfalen (MBZ) ist eine Belegakademie für Blasorchester, Spielleutekorps, Sinfonieorchester und alle anderen musikalischen Besetzungsformen in Bad Fredeburg in der Stadt Schmallenberg (Hochsauerlandkreis). In einem Neubau gibt es einen großen Orchestersaal, einen Kammermusiksaal, einen Chorsaal sowie zehn Probenräume. Ein Jugendgäste- und Hotelbereich bietet etwa 130 Betten. Außerdem befindet sich in etwa 500 m Entfernung eine große Konzerthalle für Proben und Konzerte.


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